San Diego Review - Ein ganz besonderes Semester
Einblicke in das Leben als Student an der San Diego State University
Im Wintersemester 2025 habe ich vom 15. August bis zum 18. Dezember ein Auslandssemester an der San Diego State University (SDSU) absolviert. Diese Zeit war für mich sehr besondere und prägende Erfahrung, sowohl im akademischen als auch im persönlichen Sinne. In diesem Abschlussbericht möchte ich meine Eindrücke und Erlebnisse aus meinem Auslandssemester teilen. Dabei gehe ich auf den Unicampus, die von mir belegten Kurse, meine Unterkunft, das Leben in San Diego und die Reisen, die ich während dieser Zeit unternommen habe. Abschließend folgt ein persönliches Fazit, in dem ich meine Erfahrungen zusammenfasse und reflektiere.
1. Uni und Campus: Der Campus der SDSU erstreckte sich über zahlreiche Gebäude und wirkte bei meinem ersten Besuch aufgrund seiner Größe zunächst überwältigend. Es handelte sich um einen weitläufigen, komplexen Campus mit unterschiedlichen Fakultäten, der ein ganz eigenen Flair ausstrahlte. Besonders prägend waren die Palmen, das sonnige Klima sowie die warmen Temperaturen, die vor allem in den Sommermonaten eine besondere Atmosphäre schufen. Sonnenuntergänge auf dem Campus sowie die vielfältigen Essensmöglichkeiten vor Ort trugen zusätzlich zu diesem positiven Gesamteindruck bei. Darüber hinaus bot der Campus zahlreiche Sportanlagen und Freizeitangebote. Neben mehreren Sportplätzen standen den Studierenden ein gut ausgestattetes Fitnessstudio sowie eine Basketballhalle in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Insgesamt unterschied sich dieses Campusleben deutlich von dem, was man von vielen deutschen Universitäten kennt. Während in Deutschland Fakultäten häufig räumlich voneinander getrennt sind, befanden sich hier nahezu alle Fachbereiche innerhalb eines großen Campus-Komplexes. Besonders zur Mittagszeit wurde die hohe Anzahl an Studierenden deutlich, wenn sich große Menschenmengen auf dem Gelände bewegten. Dadurch entstand ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl und das typische amerikanische College-Feeling. Dieses wurde zusätzlich durch den südkalifornischen Surfer- und San-Diego-Flair verstärkt, der das Campusleben maßgeblich prägte.
2. Kurse: Während meines Auslandssemesters belegte ich insgesamt vier Kurse: zwei Vier-Unit- Kurse, einen Drei-Unit-Kurs sowie einen Ein-Unit-Kurs. Der erste Kurs war Consumer Buyer Behavior. Dieser Kurs zählte für mich zu den besten, da ein hohes Maß an Engagement gefordert wurde und kontinuierliche Abgaben Teil der Leistungsbewertung waren. Das akademische Niveau war insgesamt eher moderat, jedoch sehr praxisnah. Besonders positiv hervorzuheben ist die sehr sympathische und entgegenkommende Dozentin, die uns insbesondere bei den Prüfungen unterstützte. Neben den theoretischen Inhalten konnte man aus diesem Kurs viele Erkenntnisse für das alltägliche Leben mitnehmen, weshalb ich ihn uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Ein weiterer belegter Kurs war Global Marketing Strategy. Die Dozentin war grundsätzlich freundlich und die Inhalte der Vorlesungen waren interessant und lehrreich. Dennoch ist dieser Kurs aus meiner Sicht nicht zu empfehlen. Die Klausuren erwiesen sich als äußerst anspruchsvoll und standen kaum im Zusammenhang mit den Vorlesungsinhalten, sondern basierten nahezu ausschließlich auf einem sehr trockenen und schwer verständlichen Lehrbuch. Dies erschwerte die Prüfungsvorbereitung erheblich. Der dritte Kurs, Human Resource Management, ist ebenfalls empfehlenswert. Der einzige Nachteil bestand darin, dass es sich um einen Abendkurs handelte, der relativ spät stattfand. Die Dozentin vermittelte die Inhalte jedoch sehr verständlich und strukturiert. Zudem wurden ausführliche Study Guides zur Verfügung gestellt, wodurch die Klausuren gut vorzubereiten waren. Der letzte Kurs war Doing Business International, ein Ein-Unit-Kurs mit vergleichsweise geringem Arbeitsaufwand. Dieser Kurs eignet sich besonders gut, um die erforderliche Mindestanzahl an Units zu erreichen. Inhaltlich konnte ich hier jedoch sehr viel für mein späteres Berufsleben mitnehmen. Es fanden regelmäßig Gastvorträge von CEOs statt, und es wurde intensiv auf interkulturelle Unterschiede im internationalen Business eingegangen. Die Dozentin war äußerst engagiert und lud die gesamte Klasse am Ende des Semesters sogar zu sich nach Hause zu einem gemeinsamen Essen ein. Insgesamt fiel mir auf, dass die Dozierenden einen deutlich persönlicheren und engeren Kontakt zu den Studierenden pflegten, was das Lernen sehr angenehm machte.
3. Das Leben in San Diego: Die Stadt San Diego empfand ich als äußerst lebenswert. Von August bis Dezember herrschte überwiegend sonniges Wetter, auch wenn der Sonnenschein in den Wintermonaten etwas abnahm. Für mich ist San Diego eine der schönsten Städte Kaliforniens, insbesondere aufgrund der offenen und freundlichen Menschen sowie der Freundschaften, die ich dort schließen konnte. Die Stadt bietet stets vielfältige Freizeitmöglichkeiten und ist groß genug, um Abwechslung zu bieten, ohne dabei unübersichtlich zu wirken. Besonders das Unileben stellte einen gelungenen Mix aus akademischen Anforderungen und Freizeit- beziehungsweise Ausgehangeboten dar. Als internationaler Studierender fiel es mir vergleichsweise leicht, Kontakte zu amerikanischen Studierenden zu knüpfen. Zwar sind die Lebenshaltungskosten in San Diego sehr hoch, jedoch überwiegen die positiven Aspekte deutlich. Die Stadt zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus – von Stränden über Downtown-Bereiche bis hin zu Vierteln wie North Park, South Park, Encinitas und La Jolla. Insgesamt ist San Diego eine sehr offene, lebensfrohe und diverse Stadt.
4. Unterkunft: Während meines Auslandssemesters wohnte ich in den Stateside Apartment, die ich nicht über die Universität, sondern direkt über die Webseite des Wohnkomplexes gebucht habe. Dieser Weg war zwar organisatorisch etwas aufwendiger, erwies sich im Nachhinein jedoch als vorteilhaft, da die Kosten geringer waren als bei einer Buchung über die Universität. Der Wohnkomplex befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Universität, sodass ich meine Kurse in etwa zehn bis fünfzehn Minuten zu Fuß erreichen konnte. Die Ausstattung des Apartments war gut, und insgesamt war ich mit der Wohnsituation sehr zufrieden. Ich teilte mir ein Zimmer und lebte mit insgesamt vier weiteren Mitbewohnern in der Wohnung zusammen. Da ich viel unterwegs war, reiste oder Zeit außerhalb des Apartments verbrachte, war das Teilen des Zimmers für mich kein Problem. Das Zusammenleben verlief sehr harmonisch und ruhig, insbesondere abends, was einen erholsamen Aufenthalt ermöglichte. Lediglich die Betten empfand ich als etwas klein. Abgesehen davon entsprach die Unterkunft jedoch vollkommen meinen Erwartungen.
5.Reisen: Während meines Auslandssemesters unternahm ich zahlreiche Reisen. Innerhalb Kaliforniens war ich mehrmals in Los Angeles sowie viel in und um San Diego unterwegs. Zudem besuchte ich den Yosemite National Park, den Sequoia National Park sowie San Francisco. Weitere Reisen führten mich nach Las Vegas, zum Grand Canyon und schließlich nach Hawaii. Durch eine geschickte Kurswahl hatte ich ausreichend Zeit zum Reisen, was ich intensiv nutzte. Besonders die Reise nach Hawaii blieb mir nachhaltig in Erinnerung und zählt zu den besten Reisen, die ich bisher unternommen habe.
Abschließend ist zu sagen, dass sich das Auslandssemester in jeder Hinsicht gelohnt hat. Besonders die Universität, die Menschen vor Ort sowie die persönliche Weiterentwicklung, die ich während dieser Zeit erfahren habe, waren von unschätzbarem Wert. Ein Auslandssemester stellt eine einmalige Chance dar, die man unbedingt ergreifen sollte. San Diego bot dabei für mich den perfekten Mix aus Strand, Stadtleben, akademischer Ausbildung und persönlicher Weiterentwicklung. Aus diesen Gründen kann ich ein Auslandssemester an der SDSU nur weiterempfehlen.
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