Der Beginn meines Auslandssemesters in San Diego
Meine Zeit an der San Diego State University
Die Entscheidung für ein Auslandssemester fiel bei mir im Zeitraum November bis Dezember 2024. Für mich stand relativ früh fest, dass ich in die USA wollte. Die konkrete Frage war zunächst nur, wohin genau. Nach der Recherche verschiedener Universitäten kristallisierte sich die San Diego State University als beste Option heraus. Ausschlaggebend waren vor allem die Lage in Kalifornien, ein Bundesstaat, den ich schon immer besuchen wollte, sowie der Ruf San Diegos als sehr gute und lebenswerte Studentenstadt.
Im November beziehungsweise Dezember 2024 kam ich erstmals mit der Organisation World of Students in Kontakt. Diese waren an meiner Universität zu Gast und hielten einen Vortrag über Auslandssemesterprogramme. Besonders prägend war dabei, dass ein Verantwortlicher der San Diego State University persönlich an unserer Universität einen Vortrag hielt. Dieser Einblick in die Universität und das Studiensystem war letztlich der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich mich gezielt für San Diego State University entschied.
Über World of Students wurde im März 2025 der Kontakt zur San Diego State University hergestellt, woraufhin ich mich direkt bewarb. Bereits einen Tag später erhielt ich die Zusage. Anschließend wurden mir Schritt für Schritt alle notwendigen Unterlagen zugeschickt, darunter auch die Dokumente für die spätere Beantragung des Visums sowie Informationen zu Wohnmöglichkeiten und dem weiteren Ablauf. Parallel zu meinen Klausuren musste ich mich im Frühjahr 2025 intensiv mit der Visumsbeantragung beschäftigen. Etwa im März erhielt ich alle relevanten Dokumente. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich auch in eine Gruppe mit anderen Studierenden aufgenommen, die ebenfalls über World of Students an dieselbe Universität gingen. Aufgrund eines damaligen Stopps für Studentenvisa war es besonders wichtig, den Visumstermin frühzeitig zu beantragen, was ich glücklicherweise tat.
Ein weiterer großer Punkt in der Planungsphase war die Wohnungssuche. Ich suchte gezielt nach Wohnmöglichkeiten in Campusnähe. Nach einiger Recherche entschied ich mich für ein geteiltes Zimmer im Stateside Apartment. Diese Option stellte sich für mich als die beste heraus, da die Lage ideal war. Ich war maximal zehn Minuten zu Fuß von Universität entfernt, direkt am Campus. Auch die Finanzierung des Auslandssemesters spielte eine zentrale Rolle. Ich informierte mich durch Videos und Erfahrungsberichte über die zu erwartenden Kosten, sprach mit meinen Eltern und Großeltern und sparte selbst einen Teil an. Zusätzlich klärte ich frühzeitig die Kurswahl ab und stimmte diese mit meiner Heimatuniversität ab, um mir möglichst viele Module anrechnen lassen zu können. Hier hatte ich das Glück, dass meine Universität sehr flexibel war. Insgesamt war der organisatorische Aufwand hoch, doch mit der Zeit fügte sich alles zusammen.
Am 13. August flog ich schließlich von Frankfurt am Main über San Francisco nach San Diego. Der Flug verlief jedoch nicht ganz reibungslos. Aufgrund technischer Startschwierigkeiten hatte der Flug von Frankfurt aus rund vier Stunden Verspätung. Dadurch verpasste ich meinen Anschlussflug in San Francisco, konnte aber glücklicherweise einen späteren Flug nach San Diego nehmen. So kam ich schließlich gegen zwei Uhr nachts in San Diego an. Da mein Apartment erst ab dem 18./19. August bezugsfertig war, hatte ich großes Glück, das ich über meine Mutter jemanden vor Ort kannte, bei dem ich die ersten Tage unterkommen konnte. Andere internationale Studierende lösten diese Übergangszeit unterschiedlich, einige buchten Airbnbs, andere Hotels oder konnten nach Rücksprache früher in ihre Apartments einziehen.
Die ersten Tage in San Diego waren sehr intensiv. Trotz der langen Anreise und der Zeitverschiebung hielt mein Jetlag nur etwa zwei Tage an. Das lag vor allem daran, dass man in den ersten Tagen so viele neue Eindrücke sammelt, dass man kaum zur Ruhe kommt – besonders, wenn es der erste Aufenthalt in den USA ist. Es fühlte sich stellenweise wie eine Reizüberflutung an, im positiven Sinne. Am 15. August fand der offizielle International Day statt. Alle internationalen Studierenden trafen sich in einem Theater auf dem Campus und erhielten eine ausführliche Einführung in den Semesterablauf, die Kursanmeldung und organisatorische Themen. Bereits an diesem Tag lernte man viele neue Leute kennen, führte erste Gespräche und knüpfte Kontakte.
Die darauffolgenden Wochen waren geprägt von Orientierung, Kurswahl und den ersten Veranstaltungen. Besonders der August und auch der September fühlten sich rückblickend sehr lang an, was ich als sehr angenehm empfand. Man ging auf erste Partys, erkundete den Campus und lernte das amerikanische Studentenleben kennen. Die Kurswahl war teilweise turbulent, da internationale Studierende zuletzt wählen dürfen, dennoch bekam ich die meisten meiner Wunschkurse. Der Unterricht unterscheidet sich stark vom deutschen Universitätssystem. Die Kurse finden meist in kleineren Klassen mit etwa 30 Studierenden statt und erinnern eher an Schulklassen. Die Betreuung ist deutlich individueller, und aktive Mitarbeit wird erwartet. In meinen Kursen gab es wöchentliche Abgaben, regelmäßige Assignments innerhalb der Classes sowie Projekte und Präsentationen. Statt einer einzigen Abschlussklausur gibt es in vielen Kursen sogenannte Midterms, das sind kleinere Zwischenprüfungen, die oft einen großen Teil der Gesamtnote ausmachen. Der Stoff wird dabei kontinuierlich im Unterricht behandelt, was das Lernen erleichtert. Insgesamt empfand ich dieses System als sehr strukturiert und praxisnah.
Auch außerhalb der Universität war die erste Zeit sehr aktiv. Man probierte viele neue Dinge aus, lernte neue Leute kennen und war nahezu täglich unterwegs. Besonders hilfreich war es für mich, dass meine Roommates Amerikaner waren, wodurch es mir leichtfiel, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen. Ich hatte meine Kurse bewusst so gelegt, dass ich nur an zwei Tagen pro Woche Unterricht hatte, um möglichst viel Freizeit zu haben. An diesen Tagen war das Programm zwar intensiv, dafür blieb an den restlichen Tagen viel Zeit, um San Diego und das Leben dort kennenzulernen.
Studieren in Kalifornien - Weitere Erfahrungsberichte
Hier findest du weitere Erfahrugnsberichte zum Thema Auslandssemester.
Politikwissenschaft am St. Francis College – Auslandssemester in New York City
Auslandssemester in New York City – Am St. Francis College absolvierte ich ein klassisches Auslandssemester im Bereich Politikwissenschaft.
Die beste Zeit meines Lebens in Seattle
Seit dem 1. Juni durfte ich mein Auslandssemester in Seattle verbringen – und jetzt, Mitte September, fällt es mir unglaublich schwer, Abschied zu nehmen. Ich verlasse die Stadt mit zwei weinenden Augen, weil ich mich so sehr in sie verliebt habe.
Mein Weg nach New York – Planung und Eindrücke
Schon seit vielen Jahren hatte ich den Wunsch, einmal in New York zu leben. Für mich war das mehr als nur ein Reiseziel – es war ein richtiger Traum, den ich mir unbedingt erfüllen wollte. Im Herbst 2024 habe ich dann durch World of Students die Möglichkeit entdeckt und plötzlich war alles so greifbar. Von da an war klar: ich werde alles daransetzen, dass es klappt.
Wir beraten dich gerne auch persönlich unter:
+ 49 (0) 6151 6274 8213
Du träumst von einem Studium im Ausland? Unser Team berät dich gerne kostenlos und unverbindlich zu deinen Studienmöglichkeiten.
Jetzt Informationen anfordern oder mit uns Kontakt aufnehmen.






