Erfahrungen aus Singapur
Mein Auslandssemester an der James Cook University
Um euch gleich zu Beginn zu zeigen, wie wertvoll dieses Auslandssemester für mich und meine persönliche Weiterentwicklung war, kann ich es eigentlich am besten so zusammenfassen: Ich werde mit einem anderen Bewusstsein zurück nach Deutschland fliegen. Zwar immer noch als derselbe Mensch – aber mit einem deutlich breiteren Horizont, teilweise neuen Wertvorstellungen, mehr Freude und vor allem mit viel mehr Motivation und Neugier auf alles, was jetzt in meinem Leben kommt. Ich habe euch ja schon in meinem ersten Erfahrungsbericht von meinem ersten Monat hier in Singapur berichtet. Und das Schöne ist: Diese anfängliche Euphorie konnte sich während des gesamten Aufenthalts nicht nur halten, sondern sich sogar noch steigern. Wenn ich darüber nachdenke, was mein Auslandssemester so besonders gemacht hat, würde ich es in drei große Komponenten aufteilen: die Stadt und die Uni, die Erfahrungen, die ich hier machen durfte, und die Menschen, die ich kennenlernen konnte.
Fangen wir mit Singapur an. Wahrscheinlich habt ihr – wie viele – direkt bestimmte Gedanken im Kopf: teuer, sehr strikt und vielleicht sogar ein bisschen langweilig. Ich kann euch aber ehrlich sagen: Davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Ja, Singapur hat viele Regeln, aber sie sind meistens nicht wirklich „anders“ als bei uns. Und vor allem gilt: Solange man sich normal verhält und keine großen Gesetzesverstöße begeht, wird man im Alltag auch nicht ständig „belangt“ oder kontrolliert. Ganz im Gegenteil: Für Menschen, die bisher noch nicht lange in asiatischen Kulturen unterwegs waren, ist Singapur meiner Meinung nach das perfekte Einsteigerland. Man spürt zwar, dass man in Asien ist – aber Singapur ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern in der Region sehr „verwestlicht“ (ohne dass es dadurch seinen eigenen Charakter verliert). Das macht die Umgewöhnung, gerade wenn man aus Deutschland kommt, deutlich leichter. Auch über das Wetter kann man sich hier wirklich nicht beschweren: Rund ums Jahr sind es ungefähr 30 Grad, mit gelegentlichen Regentagen. Diese Schauer dauern meistens nicht länger als ein bis zwei Stunden, danach ist gefühlt direkt wieder alles trocken und warm. Die Menschen sind im ersten Moment oft eher etwas zurückhaltend. Aber wenn man selbst offen, freundlich und mit ein bisschen Enthusiasmus auf Leute zugeht, bekommt man in der Regel genau diese Herzlichkeit und Wärme auch zurück. Und ja: Singapur ist teuer – vor allem bei Miete und Nachtleben merkt man das im Vergleich zu Deutschland deutlich. Aber dafür ist das Essen (vor allem in den berühmten Hawker Centern) überraschend günstig. Für 3–4 Euro bekommt man dort richtig gute, frische und vor allem sehr sättigende Mahlzeiten. Was mich persönlich aber am meisten begeistert hat: Singapur ist die grünste Stadt, in der ich je war. Man merkt einfach, dass sich Singapur schon vor vielen Jahren das Ziel gesetzt hat, Natur und Großstadtleben miteinander zu verbinden. Es gibt unzählige Parks, extrem viel Grün – und sogar einen richtigen Dschungel im Norden der Insel. Diese Mischung ist wirklich etwas Besonderes. Zur James Cook University kann ich ebenfalls nur Positives sagen. Die Module waren interessant und gut aufgebaut, und das Support-Team war immer da, wenn man Hilfe gebraucht hat. Was ich an der Uni (und generell an Singapur) außerdem sehr gefeiert habe: Diese enorme kulturelle Vielfalt. So viele unterschiedliche Kulturen auf einem Fleck – das kennt man vielleicht aus Städten wie London oder New York, aber in Singapur ist es wirklich auf eine ganz eigene Art spürbar.
Zur zweiten Kategorie gehören die Erfahrungen, die man in Singapur machen kann. Für sportbegeisterte Menschen ist Singapur wirklich ideal: Es gibt viele Outdoor-Sportanlagen und Parks, in denen man bei gutem Wetter trainieren kann. Und da Singapur direkt am Meer liegt, kann man das ganze Jahr schwimmen gehen oder zum Beispiel Beachvolleyball spielen. Auch zum Wandern ist es erstaunlich gut geeignet – wegen der vielen Gärten, Naturpfade und Dschungelgebiete, von denen ich ja schon erzählt habe. Neben Sport gibt es aber natürlich noch viel mehr: ein spannendes Nachtleben mit coolen Bars und Clubs, viele interessante Ausstellungen und Museen und generell beeindruckende Architektur. Was mich aber fast noch mehr begeistert hat als Singapur selbst, ist die Lage: Von hier aus kann man wirklich die Chance nutzen, innerhalb Asiens zu reisen – zum Beispiel während eines Study Break oder auch im Anschluss an Prüfungen. Ich war mit Freunden, die ich hier kennengelernt habe, in Südkorea, Malaysia, Thailand und Vietnam. Und das Beste: Wenn man schlau bucht, kommt man zu vielen Zielen für unter 200 Euro hin und zurück. Das ist wirklich eine einmalige Möglichkeit. Wenn ich euch also einen ganz konkreten Tipp geben darf: Nutzt die freien Wochen und erkundet Ostasien mit Neugier.
Und damit zur letzten – und wahrscheinlich wichtigsten – Kategorie: den Menschen. Wie schon erwähnt, trifft man hier Leute aus der ganzen Welt. Ich habe Freundinnen und Freunde aus Dänemark, den USA, der Schweiz, Kirgistan, Spanien, der Türkei, Indien, China, Indonesien, der Tschechischen Republik und noch vielen weiteren Ländern kennengelernt. Und genau das macht so viel mit einem: Durch diese unterschiedlichen kulturellen Prägungen bekommt man so viele verschiedene Blickwinkel auf die Welt, auf Werte, auf Alltag, auf Politik, auf das Leben allgemein. Man erweitert automatisch seinen Horizont und entwickelt ein tieferes Verständnis für menschliches Verhalten – und auch für das, was weltweit passiert. Insgesamt kann ich wirklich mit Stolz sagen, dass ich hier Freunde fürs Leben gefunden habe. Ich bin unendlich dankbar für diese Beziehungen und dafür, dass sie jetzt Teil meines Lebens sind!
Ich glaube, ihr merkt schon: Ich bin extrem überzeugt von meinem Auslandssemester. Und genau deshalb kann ich euch nur ans Herz legen, diesen Schritt zu wagen. Auch wenn er am Anfang vielleicht herausfordernd oder überwältigend wirkt – vertraut mir: Es bringt euch weiter. Nicht nur fachlich, sondern vor allem persönlich.

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